Köpenick hat wohl zahlenmäßig mehr Bäume als Einwohner, 7800 Hektar Wald, sieben Seen und 165 Kilometer Wasserstraßen auf Dahme und Spree kennzeichnen das Gebiet.
Der Dichter Fontane fasste den Blick von der Schlossinsel bei seinem Besuch 1880 kurz und bündig zusammen: „Entzückend“.
Diesem Urteil schliessen sich auch jährlich die zahlreichen Besucher aus aller Welt, bei einem Besuch der Altstadt, des Schlosses oder der zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten an, wenn sie Köpenick näher erkunden.
Köpenick ist älter als Berlin. Die erste Urkunde, die den Ort „Copanic“ (slawisch für Inselort) bezeugt stammt aus dem Jahr 1209, dagegen wird Berlin erst 1237 urkundlich erwähnt.
Der 10.02.1209 markiert die dauerhafte Existenz von Köpenick und gibt Anlass zur 800-Jahrfeier 2009.
Seit dem 7. Jahrhundert lebten die slawischen Spreewanen in der Region des heutigen Berliner Südostens. Ihr Anführer unterhielt im 12. Jahrhundert auf der heutigen Schlossinsel seine Hauptburg.
Aufgrund mehrerer kriegerischer Auseinandersetzungen gehört das Gebiet Köpenick seit 1245 dauerhaft zur Mark Brandenburg.
Eine der Köpenicker Attraktionen, das heutige Barockschloss, wurde in der Zeit 1680-1690 errichtet.
Kleine Zeittafel:
1325 erwirbt Köpenick das Stadtrecht, jedoch wird im Juni 1478 die Stadt Köpenick durch einen Großbrand völlig vernichtet.
Das seit Mitte des 14. Jahrhunderts in Köpenick verwendete Siegel sigillum civitatis copenic wird 1608 als Stadtwappen eingeführt.
Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) hat auch für Köpenick fatale folgen. In einer Zählung der Häuser 1653, sind von den 105 erfassten Gebäuden, 40 völlig zerstört.
1669 wird am Schloss Köpenick eine 195 Meter lange hölzerne Brücke über die Dahme errichtet.
1703 wird an der Schloss-/Ecke Rosenstr. der barocke Vorgängerbau des heutigen Köpenicker Rathauses errichtet.
Der „Königliche Forst Cöpenick“ umfasst 1711 9000 Hektar und ist in acht Reviere und sechs Unterförstereien aufgeteilt, die dem obersten Revierförster unterstehen. Im gleichen Jahr wird eine ständige Postlinie zwischen Berlin und Frankfurt an der Oder eingerichtet, die auch durch Köpenicker Gebiet führt.
Regelmässig auftretende Überschwemmungen führen 1731 zur Zerstörung der Damm- und Langen Brücke.
Während des Siebenjährigen Krieges besetzen 1760 Einheiten der russischen Armee Köpenick.
1800 werden in Köpenick 1461 Einwohner ermittelt.
Am 14. Oktober 1806 erreichen die ersten französischen Soldaten das Stadtgebiet von Köpenick, nachdem die Preußische Armee gegen die Truppen Napoleons die Waffen gestreckt hat.
Der erste Bürgermeister von Köpenick, Carl Martin Minus, wird 1809 gewählt.
1831 tritt der erste Cholerafall in Köpenick auf und 1842 erhält Köpenick eine eigene Bahnstation.
Bei einer Volkszählung werden 1867 3897 Einwohner in Köpenick ermittelt und 1871 bereits 4538 Einwohner.
Am 4. März 1876 wird auf Initiative Hugo Schüßlers die Köpenicker Freiwillige feuerwehr gegründet, deren erster Wehrleiter er auch wird.
Eine Viehzählung ergibt 1883 folgendes Ergebnis: 358 Pferde, 98 Rinder, 28 Schafe, 346 Schweine, 234 Ziegen und 26 Bienenstöcke.
1889 Beginn der Bauarbeiten für das Wasserwerk Friedrichshagen., Inbetriebnahme am 28. Oktober 1893.
1889 erfolgt die probeweise Einführung der Gasbeleuchtung in der heutigen Altstadt und der Dammvorstadt.
Am 2. Oktober 1893 wird das Kaiserliche Postamt in der Köpenicker Lindenstrasse eingeweiht.
Eine Volkszählung 1900 ergibt 20924 Einwohner.
Die Grundsteinlegung für den Turm des neuen Köpenicker Rathauses erfolgt am 8. Dezember 1902.
1903 wird die elektrische Strassenbahnverbindung zwischen Bahnhof Köpenick und Schlossplatz in Betrieb genommen.
Am 7. Oktober 1905 wird das Köpenicker Rathaus eingeweiht.
16. Oktober 1906: Der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt tritt als „Hauptmann von Köpenick“, im Köpenicker Rathaus, auf. Er lässt in Uniform eines Hauptmanns und unter Mithilfe des Militärs den Köpenicker Bürgermeister Dr. Georg Langerhans und einen weiteren Mitarbeiter des Bürgermeisters verhaften und beschlagnahmt einen Teil der Stadtkasse (rund 4000 RM). Am 26. Oktober wird er verhaftet und am 2. November zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt und nach zwei Jahren vom Kaiser begnadigt.
Diese Begebenheit macht den Bezirk Köpenick noch heute, bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Die Stadt Köpenick wird auf Grundlage des Gesetzes über die Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin am 01. Oktober 1920 16. Verwaltungsbezirk der Reichshauptstadt. 1924 leben im Bezirk 63019 Einwohner.
Der Spreetunnel wird am 25. Mai 1927 eingeweiht.
Die Berufsfeuerwehr Köpenick wird am 01. Mai 1928 gegründet und seit dem Jahresbeginn 1931 wird Köpenick offiziell mit „K“ geschrieben.
Der 1889 erbaute Müggelturm brennt am 19. Mai 1958 durch Unachtsamkeiten bei Schweissarbeiten vollständig nieder. Am 30.12.1961 wird der Neubau eingeweiht.
Mitte der sechziger Jahre leben 125882 Einwohner im Bezirk, 1972 sind es bereits 130706 Einwohner, am 1. Dezember 1989 sind es noch 111304.
Ab 01.01.2001 bilden die Bezirke Treptow und Köpenick einen gemeinsamen Verwaltungsbezirk.
Sehenswürdigkeiten in Köpenick (u.a.): Schloss Köpenick, Müggelturm, Rathaus, Spreetunnel, Müggelsee.
Links: www.koepenick.de
www.berlin-tourismus-online.de






Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Köpenick geht auf das Jahr 1876 zurück. Nach einem Brand, der sich, aufgrund einer nicht existierenden Feuerwehr in Köpenick, schnell zum Großbrand entwickeln konnte, fand am 4. März 1876 die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Köpenick statt. Zum ersten Oberführer der zunächst 60 Mitglieder wurde der Kaufmann Hugo Schüßler gewählt.
Das erste Gerätehaus wurde an der Freiheit 1, direkt an der Dammbrücke, errichtet.
Bis 1926 steigt die Zahl der Mitglieder auf 100!